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3.4.1 Rituale & Kennzeichnung

Halsband
Abgesehen von wenigen, die ein Halsband als Schmuck oder um ihre Spielneigung anzuzeigen, tragen, ist ein Halsband ein Zugehörigkeitszeichen - ähnlich den Eheringen.
Wenn ein Pärchen glücklich miteinander und mit seiner Art zu spielen ist, werden sie irgendwann ein Halsband für den Sub kaufen. (Soll es für den Anfang erstmal ein Hundehalsband aus dem Tierhandel sein, kann Sub es vor Ort auch gleich anprobieren ;-) ) Halsbänder sind somit ein funktionaler Schmuck, für den man beliebig viel Geld ausgeben kann.
Durch diese Geste zeigt der Dom, dass er zu diesem Sub, den er als den seinen auserkoren hat, steht und ihn mit all seinen Fehlern und Eigenschaften schätzt. Er wird auf ihn nichts kommen lassen und jederzeit für ihn eintreten.
Ein Sub, der durch das zu tragende Halsband öffentlich als Spielpartner seines Doms zu erkennen ist, wird bemüht sein, ihm alles recht zu machen und insbesondere vor anderen nicht durch Ungehorsam negativ aufzufallen. Denn jedes Vergehen seinerseits wird auch auf seinen Dom zurückfallen, der dieses Verhalten duldet.
Ein Griff ans Halsband kann etwas sehr intimes sein, also lasst auf Feten eure Finger von Halsbändern an Subs, die nicht eure sind! Oder guckt, wer der Dom dieses Subs ist und fragt ihn um Erlaubnis, seinen Sub anfassen zu dürfen. Damit zeigt ihr Respekt vor deren Spiel und macht definitiv nichts falsch.

Kennzeichnung
Ähnlich einem Halsband liest man oft von der Fantasie, seinen Sub permanent als sein Eigentum zu kennzeichnen. Z.B. können Piercings an intimen Stellen, die Sub unter der Kleidung oder wenn er sich dort berührt spürt, ihn immer wieder an seinen Status als Sub eines geliebten Menschen erinnern. Eventuell lässt sich auch eine Plakette mit entsprechenden Gravuren an dem Piercing befestigen, was in jeglicher Hinsicht die Intensität erhöht.
Der Vorteil von Piercings ist, dass sie sich, falls sich wider Erwarten im Laufe des Lebens doch das Verhältnis zum Partner ändert oder es besondere Umstände erforderlich machen, entfernen lassen.
Tätowierungen oder Brandings, durch kleine Verbrennungen hervorgerufene Narbenmuster, versprechen hingegen eine lebenslange Kennzeichnung.

Sklavenpositionen
So genannte Sklavenpositionen zwingen den Sub in eine unnatürliche Körperhaltung, die diesen hübsch präsentieren und zugänglich machen sollen. Typischerweise ist der Sub dabei nackt.
Für den Dom ist sein Sub in einer solchen Position zunächst ein netter Anblick und symbolisiert zusätzlich die Auslieferung seines Subs an ihn.
Der wird sich, wenn er sich in einer so demütigenden Stellung darbieten und sein Geschlecht einladend präsentieren muss, auch selbst als sexuell verfügbar erleben.
Die hier geschilderten Varianten sind keineswegs obligatorisch, sondern sollen allenfalls als Anregung dienen.

Körperhaltung
Durch Körperhaltung und Gesten, kann der Sub seinen Status unterstreichen: entweder als unterwürfiges, wertloses Spielzeug des Doms oder in aufrechter, stolzer Haltung. Der Sub kann bei allem, was er tut, Würde ausstrahlen oder jede Bewegung lasziv ausführen müssen, so dass es wie eine sexuelle Einladung wirkt.
Im Buch 'Die Geschichte der O' [8] findet man Regeln wie: Blick gesenkt halten, aufrechte Haltung, die Brust vorgestreckt, der Mund darf, da auch diese Öffnung ständig zur Benutzung bereitstehen soll, nicht geschlossen werden und beim Sitzen dürfen sich die Knie nicht berühren, um den Zugang zu den unteren Körperregionen nicht zu versperren.
Als Training hierfür bietet sich an, den Sub einen beidseitig angespitzten Bleistift beim Sitzen zwischen den Knien halten zu lassen.


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