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6.19.1 Beinstützen

Ich habe über diverse Möglichkeiten Beinschalen wie an einem Gynstuhl zu bauen nachgedacht und mit Freunden diskutiert. Letztendlich bin ich dann bei alt Bewährtem gelandet. Ich habe aus Holz kleine Sättel gebaut und gepolstert, auf denen die Beine bequem abgelegt werden können. Damit die Beine seitlich nicht runterrutschen können, habe ich die Beinstützen jeweils mit einem Lederriehmen mit Schnalle versehen - was auch ästhetisch nicht von Nachteil ist.

Abbildung 6.49: Schnitt durch die Beinstütze. Die Auflagefläche ist 140 mm breit, das Sperrholz (grün) steht 25 mm über, darüber Schaumstoff (gelb) und Kunstleder (rot). Die Halterung (blau) ist zweifach drehbar, vertikal über die Schraube (cyan) und horizontal um das innen liegende Rohr (hellgrün) auf den Gleitlagern (dunkelblau).
Image Beinstuetze

Die Grundprofile (braun in Abb. 6.19.1) sind aus 18 mm dickem Sperrholz und haben einen Abstand von 50 mm. Darauf geleimt und geschraubt ist 8 mm Sperrholz, das zu beiden Seiten 25 mm und auch vorne und hinten etwas übersteht, so dass der Bezug bequem an der Unterseite festgetackert werden kann.
Darüber liegen 30 mm dicker Schaumstoff und der Bezug.

Als Verbindung zur Stütze habe ich eine 8 mm Gewindestange verwendet, die sich auf passende Länge sägen lässt. Außen habe ich Hutmuttern verwendet (sieht schöner aus) und zwischen Holz und Metall ist jeweils noch eine Mutter, um die Stütze zentrieren zu können.
Tipp: Diese Achse sollte natürlich ungefähr unterhalb des Schwerpunktes der Beinhalterung sein. Dies lässt sich ausprobieren, indem die Stütze auf etwas Rundes gelegt und solange verschoben wird, bis sie einigermaßen im Gleichgewicht ist.
Damit die Beinhalter nicht zu weit zu einer Seite kippen können, habe ich noch kleine Holzklötzchen als Anschlag zwischen die Seitenteile geleimt.

Wie in Abbildung 6.46 andeutungsweise zu erkennen ist, habe ich die Stützen leicht schräg nach außen geneigt, um zwischen den Schenkeln etwas mehr Platz zu bekommen. Dies muss natürlich beim Bohren der Löcher für die Gewindestange durchs Metall berücksichtigt werden.

Bein den Stützen habe ich Gebrauch davon gemacht, dass Vierkantrohr mit 25 mm Dicke gut in Vierkantrohr mit 30 mm Dicke passt.
Die senkrechte 550 mm lange Stange steckt in einem 100 mm langen Stück 30 mm Rohr, das wiederum an ein 200 mm langes Stück 25 mm Rohr geschweißt ist, das seinerseits in die Enden der Längesträger der Massagebank (s. Abb. 6.19) passt. Dort habe ich die Beinstütze durch einen Bolzen, der sich quer durch die Rohre stecken lässt, gesichert.
Um die Beinstützen leicht in der Höhe verstellen zu können, habe ich eine Kante des 100 mm Rohres aufgeflext, so dass sich in den Spalt genau eine Schraubenmutter M8 legen und festschweißen lässt. Das Gewinde muss man anschließend natürlich nachschneiden.
In dieses Gewinde kommt dann eine passende Schraube, an die als Hebel noch ein Quergriff geschweißt werden kann.
Tipp: In Abbildung 6.46 ist zu erkennen, dass ich Maschinengriffe verwendet habe. Diese bieten den Vorteil, dass sich der Griff entriegeln und in eine weniger störende Position drehen lässt. Man bekommt sie in Eisenwaren- und Werkzeugläden, aber nicht im Baumarkt.
Da der erste Versuch, kurze Gewindestäbe in diese Hebel zu kleben nicht hielt, habe ich dann eine Kontermutter zwischen Hebel und Gestänge gesetzt.

Meine Spielgerätetester meinten, die Ausrichtung der Beinstützen passe nicht zum Öffnungswinkel der Schenkel und richtige Beinhalterungen an Gynstühlen seinen an dieser Stelle auch drehbar...
Daher habe ich die Stützen unterhalb der Beinablagen durchtrennt, zwei Stück 150 mm langes 20 mm Rohr, das genau in die 25 mm Vierkantrohre passt, besorgt und am oberen Teil der Stütze festgeschweißt.
Da noch 20 mm Unterlegscheiben rumlagen, habe ich jeweils eine als Gleitlager auf die Enden der Vierkantrohre geschweißt, so dass die Beinhalter nun einfach aufgesteckt werden können und sich auch horizontal drehen lassen.


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