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6.14.1 Frei stehendes Kreuz

Wie man ein Kreuz ansich baut, ist in Abschnitt 6.14 hinlänglich beschrieben. Wenn man dieses aber nicht fest mit der Wand verschrauben möchte, um es z.B. als Partyequipment zur Verfügung stellen zu können, braucht man eine frei stehende Konstruktion. Hier möchte ich eine Variante schildern, die leicht zu montieren und doch robust ist.

Damit eine Konstruktion nicht umfällt muss sich der Schwerpunkt - das ist hier im wesentlichen die an das Kreuz gefesselte Person - immer über der Grundfläche befinden. Daher leimen wir zwei 1200 mm x 1000 mm große 21 mm dicke Schalungs-Sperrholzplatten aufeinander. (Diese Platten gibt es in 2440 mm x 1220 mm für 9 EUR/qm.)

Um das Kreuz nun an dieser Bodenplatte zu befestigen habe ich mir im Baumarkt zwei stabile aushängbare Bänder zum aufschrauben (Türangeln) besorgt und jeweils die eine Hälfte auf der Bodenplatten 500 mm von der hinteren Kante und die die andere Hälfte unten an den Armes des Kreuzes festgeschraubt, so dass ich das Kreuz von der Seite her in die Lager schieben kann. Sofern die Bänder nicht gekröpft sind, muss man die Teile auf der Grundplatte entweder mit Sperrholz unterlegen, oder man fräst eine schicke Quernut in die Platte, die auch als Führung beim Zusammenschieben dient.
Auf diese Weise ist das Kreuz leicht de-montierbar und die Metallteile überleben viele Transporte.

Natürlich ist bis jetzt das Kreuz in den Lagern noch drehbar. Wenn man es leicht nach hinten neigt, unterstreicht dies das Gefühl der Hilflosigkeit des später daran gefesselten Opfers.
Um es in diesem Winkel zu stabilisieren, habe ich ein weiteres aushängbares Band an der Hinterkante der Platte befestigt.
Tipp: Wer Angst hat, das Kreuz könne beim Betrieb an den Lagern rutschen, befestigt das hintere Band so, dass es in Relation zu den vorderen in die andere Richtung auseinander geschoben wird, so dass sich die gesamte Konstruktion bei einem Tritt von der Seite verkantet und nicht auseinander geschoben werden kann.
An diesem Gelenk befestigt man ein Kantholz, an dessen anderem Ende man ein normales Scharnier aufschraubt. Dieses Scharnier erhält im noch freien Schenkel in der Mitte eine 8.5 mm Bohrung. Nun kann man von vorne durch den Kreuzungspunkt der beiden Kreuzarme eine M8 Schlossschraube stecken und schiebt auf der Rückseite das Scharnier mit der Bohrung darüber und befestigt alles rückseitig mit einer Flügelmutter.
Durch Lösen dieser Flüglemutter per Hand, lässt sich also das Andreaskreuz in seine Bestandteile - 2 Arme, Stütze und Bodenplatte - zerlegen und so leicht transportieren oder lagern.

Abbildung 6.30: Ein freistehendes Andreaskreuzes - in ungewöhnlicher Form.
Image stehimweg1

Abbildung 6.31: Seitenansicht der Konstruktion incl. Stütze.
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