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3.2.1 Vor dem Spiel

Es ist illusorisch anzunehmen, dass man sofort in seine Rolle fällt, sobald man auf den Partner trifft. Wichtig ist, sich vom Alltagsstress freizumachen.

Am besten ist es, wenn beide vor dem Spiel ausreichend Zeit haben, sich vorzubereiten und sich schon mal in ihre Rolle zu finden. Vielleicht beginnt man damit, ausgiebig zu baden, sich zu rasieren, macht sich für den Partner schön. Sub wird sich vermutlich schicke Unterwäsche anziehen und kann sich dabei vorstellen, wie er seinem Dom zu Diensten sein wird. Der Dom schmeißt sich vielleicht in seine Lederklamotten, in denen er sich gleich viel dominanter fühlt - oder was immer eure Präferenzen sind.
Falls du dich für unattraktiv hältst, dich nicht nackt vor deinem Partner zeigen magst, denk' daran: Eine stolze Haltung und ein Lächeln sind ein Geschenk an den Partner und es kommt bei weitem nicht nur auf die äußere Attraktivität an.
Wenn einer der Partner eine weitere Anfahrt hat, mag es eine gute Idee sein, ein wenig früher loszufahren, so dass man kurz vor dem Ziel noch eine Pause einlegen und all die anderen unfähigen Verkehrsteilnehmer vergessen kann. Insbesondere kann es schwierig sein, von einem gleichberechtigten Niveau, einer angeregten Unterhaltung aus, ins Spiel zu finden.

Nehmt euch Zeit für das Spiel, schafft euch eine angenehme Atmosphäre. Denkt daran, dass ein unbekleideter Passiver leichter friert als ein in Leder gehüllter Aktiver, und dreht die Heizung etwas auf. Zündet ein paar Kerzen an und schaltet blendende Lampen aus, macht das Telefon leise, schickt den Hund Gassi gehen und legt ruhige Musik auf. Die Repeatfunktion des CD-Players verhindert, dass ausgerechnet im schönsten Augenblick die Geräuschkulisse ausfällt. ;-) ('La Salle Blanche' [43] ist eine Geräuschuntermalung, die man auch oft auf Feten hört. Weitere Musiktipps finden sich bei SMusik [44])
Trotzdem solltet ihr immer mit Störungen rechnen und damit, dass euch ein Missgeschick unterläuft. Wichtig ist, seinen Humor nicht an der Garderobe abzugeben und auch über sich selbst lachen zu können. Es geht darum, gemeinsam Spaß zu haben und Lachen entkrampft eine Situation sehr schnell, so dass man anschließend noch intensiver weiterspielen kann.
SSMler gehen zum Lachen in den Keller."


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