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1.1.1 Aus der Sicht des Bottoms

Warum gibt also jemand freiwillig die Kontrolle über sich an einen anderen Menschen ab?
Ein Grund ist, dass man mit der Kontrolle auch die Verantwortung abgibt. Und wenn man seinem Top voll vertraut, kann man sich völlig gehen lassen - häufig ist vom 'Fallenlassen' die Rede. Man kann sich völlig auf das eigene Erleben, die eigenen Gefühle konzentrieren und muss sich in dieser Situation auch nicht mehr um die Befriedigung des Partners kümmern - dafür ist er selbst verantwortlich.
Sex ohne Verantwortung - die Belohnung für die völlige Hingabe ist die völlige Entbindung von allen Pflichten.
Es kann unheimlich interessant sein, der Willkür eines anderen ausgeliefert oder Spielzeug seiner Lust zu sein. Auch Angst und Nervenkitzel kann erregend sein.

Als Bottom steht man im Mittelpunkt des Geschehens, alles dreht sich um ihn - und sei es, dass man gefesselt, hilflos, gepeinigt und erniedrigt wird. Und dabei kann sich der Bottom der vollen Aufmerksamkeit des Tops gewiss sein. Der wird auf jede Reaktion, jedes Aufbäumen, jedes Stöhnen des Bottoms achten. Der Top wird dafür Sorge tragen, dass es dem Bottom Spaß macht, es ihm richtig gut geht und ihm nichts passiert. Dieses Umsorgtwerden, gut aufgehoben sein und zu wissen, dass man aufgefangen wird, wenn man sich fallen lässt, ist einfach ein klasse Gefühl.

Und damit dem so ist, müssen die Spielpartner vorab viel klären, z.B. was die individuellen Grenzen und Tabus sind, was den Beteiligten Spaß macht, ...
Es liegt am Bottom, Dinge, die er nicht mag, von vornherein auszuschließen (s.A. 1.5.1, 3).


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